Der klassische Cool Jazz-Sound: Atmosphärisch, transparent, stilvoll

Ausgehend vom Originalklang des Cool Jazz-Sounds der 1960er Jahre fand sich die Gruppe pure desmond im Jahre 2002 zusammen, um die Musik des Paul Desmond Quartetts (mit Jim Hall, Gene Cherico und Connie Kay) zu würdigen und sie durch Eigenkompositionen und Adaptionen von Songs unserer Zeit ins 21. Jahrhundert zu übertragen. "Weniger ist mehr" lautet die Devise, der sich die vier Musiker verschrieben haben, ein Credo, das den Melodien der Kompositionen mehr Raum gibt. Durch die unterschiedliche musikalische Herkunft der Musiker und ihre Lust an Interaktion entsteht dabei eine kreative Dynamik, die den Interpretationen der Band bei jeder Performance eine neue Spannung verleiht. Durch die rege Zusammenarbeit der Bandmitglieder, die in verschiedenen Kontexten vom Duo bis zur BigBand bereits gemeinsame Erfahrungen gesammelt hatten,entwickelte sich mit der Zeit bei pure desmond eine kollektive Geschlossenheit in den musikalischen Fragen wie Timing, Ästhetik und Sound. Die überzeugenden klanglichen Ergebnisse veranlassten sie, weiter zu suchen und neue Elemente in den Bandsound einzufügen. Das führte zu Projekten mit Gastmusikern an vocals und keyboards (u.a. mit Adam Holzman, der jahrelang Musical Director der Miles Davis Band war), sowie zur Arbeit mit dem in der Klassik-Welt renommierten Szymanowski Quartett.
Das Besondere an pure desmond ist die Verschiedenheit der Protagonisten,
deren Einflüsse von Punk, Neuer Musik, Hard Rock, Soul, R`n`B bis hin zu altem Jazz und Klassik die Musik verändern.

"I think I had it in the back of my mind that I wanted to sound like a dry martini."
Paul Desmond